| Ein kleiner Nachtrag zum 8. Linzer DneprUral-Treffen, vom 6. bis 8. September 2002 auf der Burgruine
Schaunberg bei Eferding in Oberösterreich:
Viel geht schief an diesem Wochenende:
Wider jede Vernunft ist kein Regenwetter, nein, Kaiserwetter, unglaublich ideale Licht-, Temperatur- und Windbedingungen.
Das Treffengelände eine einzige Enttäuschung: Eine Burgruine: Lauter alte Mauern, halbverfallen, kein einziges
Zimmer mit Dusche, die Betten eine Zumutung.
Wider jede Vernunft probieren einige die Anreise trotz ausdrücklicher Warnung des Veranstalters mit dem Solomotorrad:
Die Monika fährt knapp vor Ankunft zur Burg mit ihrer Honda Transalp ihrem braven Ehegatten und Dneprfahrer Franz auf
den Beiwagen auf - umgefallen, Bein gebrochen, ausgefallen.
Andere Solofahrer schaffen es zumindest bis in den Burghof, unsere Freunde vom Associazione Motociclistica Friulana, Maurizio,
Carlo und Daniele fahren um 6.00 Uhr in der Früh mit so unverständlichen Eisen wie Yamaha Vmax in Italien los
und brüllen in nur fünf Stunden nach Eferding, alles Autobahn - angekommen, vom Bock gefallen, unbrauchbar. Wir
zwängen die Burschen zur Ausfahrt in unsere Beiwägen und lassen die Soloeisen im Gras zur Erholung liegen.
Die Ausfahrt - ein einziger Flop:
Die angekündigte Donauüberquerung mit den eigenen Booten entpuppt sich als Ente: Eine Motorfähre ist zur
Stelle und bringt alle 30 Gespanne sicher und trocken ans Mühlviertler Ufer.
Die anschließende Offroadpartie ist ein romantischer Salzsteig aus der Römerzeit - steil und unangenehmes Pflaster
- dennoch alle Gespanne schaffen die Sektion, nur eine Dnepr MT11 verliert vor Aufregung den Scheinwerfer, dieser kann aber
unbeschadet wieder in den Lampentopf eingebaut werden.
Der Besuch der ältesten Brauerei gestaltet sich als zu kurz, die Bierverkostung ist ein einziger Nepp, denn das Bier
ist süffig und könnte unbedingt mehr sein. Ein Mostheuriger muss daher noch besucht werden.
Die abendlichen Benzingespräche wollen nicht enden und dem südsteirischen Hörby wird die letzte Kiste Bier
entwendet, worauf dieser um 2.00 Uhr in der Früh den 36 Meter hohen Berchfrit der Burgruine Schaunberg besteigt und
von dort oben seinen ganzen Kummer dem friedlich schlummernden Volke des Eferdinger Beckens deklamiert.
Dennoch will ihn keiner hören.
Wir wollen also nicht mehr viel Worte dazu verlieren und zeigen im Folgenden grad ein paar Bilder, aufgenommen mit einem
Apparat namens LEICA, allesamt von Christian Weglehner und von Andreas Lindinger, ersterer begnadeter Hobbyfotograf, zweiterer
Berufsfotograf, womit auch das copyright genannt wäre.
Wir werden im Jahre 2003 wieder um den Anfang September dort hinfahren und schauen wir, ob die Dinge sich bessern können.
An- und Einfahrt zur Ruine Schaunberg
Beziehen der Zimmer, Einlagern der Gespanne
Impressionen einer Ausfahrt S/W
Impressionen einer Ausfahrt in Farbe
Schifferl beladen, Überfahrt und Sicherheit
Stillleben
Schrecklich nette Leute
Gruppenbild mit Dnepr
bis zum nächsten mal
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