Ural u. Dnepr Österreich
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Zweites Europäisches Ural Treffen 2009






Für den Download des Programms hier klicken..


Eine Nachlese:

Leichter Nieselregen. Tiefe Wolken. Prinzipiell unangenehm. Dennoch stehen alle 34 Starter samt Beifahrer(innen) um 7.00 Uhr früh freudig erregt am Start zur Roadbook Rallye mit voll getankten, stollenbereiften, gewichtsreduzierten, steinschlaggeschützten Ural Gespannen. Der Regen bringt`s. Der Regen bereitet das Terrain wunderbar rallyegerecht auf. Vom ersten Checkpoint, hoch vom Bergfried der Burgruine Waxenberg aus, kann man bestens beobachten, wie weit unten winzig kleine Ural Gespanne schwer den Berg hinaufkämpfen, entweder Roadbook gerecht auf der echt miesen ausgefahrenen Traktorspur oder irgendwo daneben tiefe frische Spuren in die nassen Wiesen und Felder ziehend.
Es offenbart sich hier der Wert des zuschaltbaren Ural Beiwagenantriebs bzw. mangels diesem, der Wert eines verständigen schiebetüchtigen Beifahrers.
Resumee: Kein Jammern der Beiwagenantriebe, jedoch vermehrt Schwüre insbesondere von Beifahrerinnen, nie nie wieder an so einer Rallye teilzunehmen.
Unser Streckenposten Claudio für Checkpoint 2 (CP2) fällt gleich bei der Anfahrt zu seinem Checkpoint aus. Es bleibt der einzige technische Mangel unter allen teilnehmenden Gespannen, wenn auch ein Klassiker unter den Dnepr Mängeln. Hat er doch eine Dnepr MT16 und heute seinen Endantrieb zum x-ten Mal zerstört. Die Meinungen zum Dnepr-Beiwagenantrieb sind ja weit gestreut von genial bis Klumpert total. Wir wollen das Thema hier nicht weiter erörtern.
Sonst übrigens keine Unfälle, Ausfälle, Abfälle. Auch der medizinische Begleitzug bleibt unbeschäftigt.
Die hölzernen Zuschauer im Märchenwald lies der ungewohnte Auftritt der Ural Gespanne kalt. Die Furt durch die Große Mühl wurde von allen Teilnehmern anstandslos gemeistert. Echte Probleme gab es für viele dann bei einem nach außen hängenden steilen Anstieg zum CP3. Pavel und Luci aus Tschechien improvisieren hier und geben ratlosen Kollegen Meistertipps. Schnellsiedekurs im Offroad Beiwagenfahren. Da fliegt Dreck, Kupplungen rauchen, Helmvisiere beschlagen, da kommt man ganz schön ins Schwitzen. Oben angekommen verfliegen letzte Zweifel. Stolz über die eigene Fahrleistung und über das Potential der Ural stellt sich ein und der CP3 ist ein Biobauernhof mit Biokühen und Fritz lädt hier ein zur Verkostung der hier entstandenen Biomilch. Manch einer erkennt heute nach 35 Jahren konstanter Milchabstinenz, wie Milch schmecken kann bevor es zu kleinen Flüssigkeitsdöschen oder Pulversäckchen als Aufheller für Kaffee verarbeitet wird.
Die Rallye hält Mittagspause beim Teufelsbruckwirten.
Der Stempel fürs Roadbook ist leider am gegenüberliegenden Ufer der hier gestauten Großen Mühl einzuholen. Verschiedene Wasserfahrzeug laden zur Querung der Mühl ein. Die Mutigen fahren natürlich authentisch im Ural Beiwagen ohne Motorrad.
Als Antrieb dient ein Paddel. Die Erkenntnis: Ein Ural Boot ist trotz angebauter Schwimmkörper aber ohne Rad und angeflanschtem Motorrad ein verdammt kippeliges, unsicheres Gefährt.
Nachmittags geht es nach Tschechien zur Burg Wittinghausen.
Großes Gemurre allerseits, denn der Stempel fürs Roadbook ist ganz oben vom Turm einzuholen, das heißt Fußmarsch. Die prächtige Aussicht von oben entschädigt manche für die Mühe des Anstieges. Wir queren die österreichisch/tschechische Grenze einfach so irgendwo im Wald. Das schert heute niemanden. Unglaublich, wenn man 20 Jahre zurückdenkt. Da war hier der Eiserne Vorhang und wir wären alle dreimal erschossen worden, hätten wir damals an dieser Stelle versucht die Grenze per Motorrad zu passieren.
Heute ist hier das einzige Problem, dass der Pfad, den wir befahren, verdammt eng ist und ein Ural Gespann arschknapp zwischen den Bäumen durchpasst. Sepp, der aus unerfindlichen Gründen das Privileg hat, als Einziger mit einer BMW an der Ural Rallye teilnehmen zu dürfen, muss hier seinen überbreiten Beiwagen abbauen und seine Trümmer einzeln durch den Wald fädeln.
Auch das geht vorbei.
Letztlich schaffen alle Teilnehmer die 150 Kilometer querfeldein durchs Mühlviertel und Böhmen und die Wertung gewinnt die einzige Ural Fahrerin, Bärbel aus Bonn, mit und trotz Ehemann Allen als Beifahrer, das heißt konkret: Eine Reise nach Westsibirien in das Ural Werk samt einwöchiger Gespanntour in die sibirische Pampas. Wir sind wirklich besorgt und überlegen ernsthaft beim nächsten Mal Frauen die Teilnahme an der Roadbook Rallye zu untersagen.

Was war sonst?
Vor allem Internationalität: Rund 250 Leute waren da aus 15 verschiedenen Ländern. Hervorzuheben ist ein Gespann aus Lissabon. Aber auch zwei Urals aus Norwegen, oder zwei aus Spanien. Dennoch hat den Preis der weitesten Anreise eine Truppe Motorradfahrer aus Russland eingeheimst. Am stärksten vertreten waren deutsche Ural Fahrer. Aber dann schon die Franzosen. Auch ebenso viele Tschechen waren hier. Und Russen.
Seltsam: Es waren hier mehr Motorräder mit russischen Kennzeichen als mit österreichischen Kennzeichen. Die österreichischen Russenfahrer haben wieder einmal kollektiv und zuverlässig gefehlt, bis auf zwei Wiener Gespanne, zwei Niederösterreichische, zwei Salzburger, drei Oberösterreichische und ein Vorarlberger war auch da.
Wir übernehmen natürlich voll und ganz die Verantwortung, weil wir die österreichischen Ural und Dnepr Fahrer offensichtlich nicht motivieren konnten.

Sonst hat nichts gefehlt. Übers Essen hat sich niemand beschwert. Manche Deutsche haben sich über unser Bier beklagt. Das tun wir aber auch, wenn wir ein Bier in Deutschland trinken müssen.
Die Musiker waren guter Laune und brachten selbst schwere Burschen zum Tanzen.
Um die 40 Gespanne sind Samstag Vormittag zu einer anregenden Ausfahrt in die Braucommune Freistadt aufgebrochen und auch wieder vollzählig zurückgekehrt.
Die Location, die Burg Piberstein, hat allen Teilnehmern gut gefallen.
Und so wird es wohl nicht zu verhindern sein, dass von 10. bis 12. September 2010 das Dritte Europäische Ural Treffen stattfinden wird, denn alle heurigen Besucher wollen nächstes Jahr wieder kommen.

Die Veranstaltung hat international in den verschiedensten Ural Foren unglaublich hohe Resonanz.
Beispielsweise zwei großartige Berichte:
Einer aus Frankreich mit jeder Menge Bilderalben und kleinen Videos
http://oncontinuedeselapeter.xooit.be/p18466.htm
Einer aus Spanien:
http://www.foroural.es/viewtopic.php?f=17&t=1020

Weil, wie gesagt, kaum einheimische Ural Fahrer zugegen waren sind wir auch recht sparsam mit einheimischen Bildern – hier gerade einmal ein paar:


Die Russen fliegen ein mit Ihren tollen Kisten

Oder auch ohne

Dieser Russe ist Mostviertler. Nicht unberühmt. Hatte sichtlich Zweifel und ist daher gleich wieder abgereist.

Die Chefin der Organisation

Warten auf den Bus

Beflaggen der Burgmauer

Unglaublich dynamischer Beutedeutscher

Hat alles mit dabei

Der auch, aber halt weniger

Die medizinische Versorgung

Ural Beiwagen direkt angeflanscht an Fahrer,
Ein-Punkt-Anschluss genügt

Es geht ganz schon rund

Die glückliche Gewinnerin der Rallye

Licht und Schatten

 

 
     
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Text und Bilder soweit nicht anders vermerkt (c)Hari Schwaighofer,
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