Ural u. Dnepr Österreich
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Die Ranger

Ein Motorrad für Großstadtindianer
Ein Abfangjäger fürs österreichische Bundesheer sowieso
Ein "Fahr"-zeug für Wehrmachtsgespann-ionäre

Die Lackierung: Matt. Immer matt. In den verschiedensten Tönen, aber garantiert kein Glanz, kein Chrom. Jedenfalls erspart das Outfit jeder Ural Ranger regelmäßiges mühevolles Aufbringen von Politur, weil zwecklos.
 
Scud, Pershing oder Kalaschnikow sind im Lieferumfang nicht enthalten, bis 2006 war aber am Beiwagen wenigstens eine entsprechende Halterung für derartiges Spielzeug angebracht, gut geeignet auch für die Angelrute bei der Lachsjagd in Norwegen. Diese Vorrichtung ist leider längst der russischen Ausfuhrrestriktion für Militärgerät zum Opfer gefallen.
 
Ein Motorrad voller Superlativen:
Die Besatzung der Ranger ist serienmäßig bewaffnet mit der größten Bodenfreiheit aller Uralmaschinen. Das Beiwagenrad ist zuschaltbar. Und zwar 100%ig, ohne Differential, dies garantiert einerseits wunderschönsten Geradeauslauf in schwierigstem Gelände, andererseits auch in gut asphaltierten Kehren aller Krümmungen (gefährlich!).

Dem Piloten der Ranger steht zur Verfügung der kräftige Boxermotor mit 750 ccm, bequem in Gang gesetzt per E-Starter - zur Not bzw. körperlichen Ertüchtigung auch per Kickstarter. Das Cockpit ist einfach gestaltet aber zweckmäßig, wenige Leuchtanzeigen in grün, rot und blau, ein Tacho, welcher Kilometer per Stunde und miles per hour anzeigt, aber auch die zurückgelegten Kilometer mitzählt, und zwar gesamt und täglich. Vorhanden sind auch die bei Motorrädern allgemein üblichen Schalter und Hebeln - italienisches Erzeugnis, für einigermaßen geübte Motorradfahrer also auch ohne große Einschulung und Handbuch schnell ergriffen.

Der Kopilot ist bewaffnet mit Schaufel, Suchscheinwerfer, Gepäckträger über dem Reserverad, Luftpumpe, 17er- und anderen Schlüsseln, Schraubenzieher, Kombizange, einem Behältnis für Reservebenzin oder anderen Flüssigkeiten und einer Lackdose zum Korrigieren möglicher Fahrfehler des Piloten.
 
Jedenfalls ist das Fahrzeug ein absoluter Eyecatcher auf der Straße: Gegnerische Autofahrer werden zahm wie Lämmchen, selbst Motorradfahrer der gebückten Kaliber fahren lange hinten nach, bis sie sich doch trauen zu überholen. Am Parkplatz vorm Kaffeehaus räumt die Ranger mühelos auf, wenn es sein muss im Rückwärtsgang. Und ertappt auf verbotenen Forststraßen entlockt die Ranger dem natürlichen Feind des Motorrad-Enduristen schon auch ein bisschen ein breites Grinsen.

Aktuell ist die Ranger in folgenden Farbthemen erhältlich:
Ranger Nato: Die Ur-Ranger: Camouflage in grün-grün-braun. Sicher die Martialischste unter den Rangers.

Ranger in einfarbig grün matt: Die unauffälligste Ranger. Mit dieser Version ist man am diskretesten unterwegs, wenn man bei Ranger überhaupt von diskret sprechen kann. Jäger, Förster, Landwirte und andere natürliche Feinde von Motorradfahrern mit der Leidenschaft für das unbefugte Befahren von Wiesen, Äckern, Wäldern drücken angesichts einer Ranger in mattgrünem Finish gerne einmal ein Auge zu, wenn man auf frischer Tat ertappt wird.

        
Ural Ranger







Ranger Gobi: Camouflage beige-beige-braun. Hat seit Ihrer Einführung im Jahre 2011 binnen kürzester Zeit den ersten Rang in der Beliebtheitsskala bei den Rangers übernommen. Die Gobi ist nicht so stark militärisch angehaucht, ist irgendwie milder im Auftreten. Wird sogar noch von Althippies gekauft.

Diese Ranger Gobi ist mit folgendem nicht serienmäßigen Ural Zubehör ausgerüstet:

  • Sitzbank statt zweier Einzelsitze
  • Anhängekupplung
  • Campinganhänger
       
Ranger gobi


 
     
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Text und Bilder soweit nicht anders vermerkt (c)Hari Schwaighofer,
E-Mail: office@ural.at / Impressum / Rechtliche Hinweise