| Die Lackierung: Nato: Das bedeutet: garantiert kein Glanz, kein
Chrom - doch: die Schalldämpfer und der Tankdeckel sind leider
verchromt - jedenfalls erspart das outfit regelmäßiges
mühevolles Aufbringen von Politur, weil zwecklos.
Scud, Pershing oder Kalaschnikow sind im Lieferumfang nicht enthalten,
wohl aber am Beiwagen eine entsprechende Halterung schon angebracht,
gut geeignet auch für die Angelrute bei der Lachsjagd in Norwegen.
Ein Motorrad voller Superlativen:
Die Besatzung der Ranger ist serienmäßig bewaffnet mit
der größten Bodenfreiheit aller Uralmaschinen. Das Hinter-
und das Beiwagenrad ist mit gröbsten Kanten Dimension 4,20x19
versehen. Das Beiwagenrad ist zuschaltbar. Und zwar 100%ig, ohne
Differential, dies garantiert einerseits wunderschönsten Geradeauslauf
in schwierigstem Gelände, andererseits auch in gut asphaltierten
180 Grad Kehren (gefährlich!).
Dem Piloten der Ranger steht zur Verfügung der kräftige
Boxermotor mit 750 ccm, bequem in Gang gesetzt per E-Starter - zur
Not bzw. körperlichen Ertüchtigung auch per Kickstarter.
Das Cockpit ist einfach gestaltet aber zweckmäßig, wenige
Leuchtanzeigen in grün, rot und blau, ein Tacho, welcher Kilometer
per Stunde und miles per hour anzeigt, aber auch die zurückgelegten
Kilometer mitzählt, und zwar gesamt und täglich. Vorhanden
sind auch die bei Motorrädern allgemein üblichen Schalter
und Hebeln - italienisches Erzeugnis, für einigermaßen
geübte Motorradfahrer also auch ohne große Einschulung
und Handbuch schnell ergriffen.
Der Kopilot ist bewaffnet mit Schaufel, Suchscheinwerfer, Gepäckträger
über dem Reserverad, Luftpumpe, Fettpresse, 17er- und anderen
Schlüsseln, Schraubenzieher, Kombizange, einem Behältnis
für Reservebenzin oder anderen Flüssigkeiten und einer
Lackdose zum Korrigieren möglicher Fahrfehler des Piloten.
Jedenfalls ist das Fahrzeug ein absoluter Eyecatcher auf der Straße:
Gegnerische Autofahrer werden zahm wie Lämmchen, selbst Motorradfahrer
der gebückten Kaliber fahren lange hinten nach, bis sie sich
doch trauen zu überholen. Am Parkplatz vorm Kaffeehaus räumt
die Ranger mühelos auf, wenns sein muss im Rückwärtsgang.
Und ertappt auf verbotenen Forststraßen entlockt die Ranger
dem natürlichen Feind des Motorrad-Enduristen schon auch ein
bißchen ein breites Grinsen.
Dabei kostet das ganze Gespann gerade mal 12.900,-- Euros.
Farben 2010: camouflage grün/braun oder einfarbig grün
matt
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